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Kinder, keine Angst

Sommerpause... Sie naht in großen Schritten. Die beste Zeit, manche Pläne zu veröffentlichen. Ich freue mich darauf, danach neu durch zu starten. Und gerade Kinder sind Gold bei jeder Nachwuchsarbeit. Bis sie in den großen Chören (gut geschult) ihren Segen verbreiten, mag es noch dauern. Aber sie lernen schnell(er). Ihr habt die Chance, die kleinen Chorfans zu teamfähigen, motivierten echten Bereicherungen auszubilden.

 

Meine Chorkids sind mir jedenfalls sehr wichtig. Ich verfolge dabei einen ganzheitlichen Ansatz, wie auch sonst bei meiner Arbeit. Ich wünsche mir empathische, offene, teamfähige und starke Menschen, die konstruktiv und kreativ denken und musizieren. Da ich oft mit Kindern zu tun habe, die aus sozial benachteiligten Verhältnissen stammen, muss umso mehr das Drumherum stimmen.

 

Mir fällt bei Erwachsenen oft auf, dass sie nur wenig Ahnung haben, wie sich Emotionen auf ihre Stimme, die Performance und ihre Wahrnehmung auswirken, und welche Tricks es gibt, um das zu nutzen. Bei Kindern ist das nicht anders. 

 

Nun kommen hier aber gleich mehrere Faktoren zusammen:

  1. Ich will Kindernachwuchs (gerade der Einschulungsgottesdienst dürfte da helfen)
  2. Ich möchte mit Ihnen an Emotionen auf der Bühne arbeiten und zeitgleich stimmbildnerisch mit einfacheren Bildern komplexe Dinge erklären
  3. Themenbasierende Arbeit ist sowieso gut. Und "Grusel" ist ein Thema, das Kinder wie Erwachene packt
  4. Ich brauche später starke und konstruktiv-positive Menschen in meinen Chören. Mut schöpfen gehört dazu. Und...
  5. Kinderrechte sind nicht nur politisch und marketingtechnisch prima. Sondern wenn Kinder ihre Rechte kennen und sie durchsetzen lernen, lernen sie zeitgleich auch Teamplay - schließlich steht das eine Recht ja allen zu.
  6. Warum war der Reformationstag so wichtig, dass dafür Halloween hintenüber fällt? Weil das, was Luther zu seinen Thesen trieb, an und für sich schon gruselig ist. Und Luther mit seinen Thesen viel ändern konnte - wenn auch nicht sofort und überall.

Das beste ist, es erstreckt sich bis in die Elternarbeit, dieses Thema.

 

Und so starte ich im August "Mutmach-Wochen". Wir singen Songs über Angsthasen (zum Beispiel den "Bangemann" von Reinhard Lakomy oder "Tep tap" von Rolf Zuckowski), über Gruselgefahr ("Meine Freunde") und über das Mut finden ("Spar dir deine Sorgen" von Daniel Kallauch z.B.) und nehmen sogar zwei Songs mit einigen Kindern auf ("Ich kenne einen" und "Traumjäger", beide aus eigener Feder).
Wir laden Menschen ein, die sich mit Mut machen auskennen (zum Beispiel vom Kinderschutzbund, von der Polizei, Selbstverteidigungs-Coaches, vom Kinder-Telefon etc.), liefern Eltern Anlaufstellen, falls auch sie mal wegen irgend etwas Angst haben - und gucken ein wenig in die Bibel, wie dort über Angst geschrieben und nachgedacht wird. 

 

Ein spannendes Projekt. Ich freue mich jedenfalls sehr darauf. 
Wenn ihr neugierig geworden seid... Auf der Seite der Glademakers werden wir immer mal wieder darüber berichten.